Meine Schulzeit - Klassentreffen Asbach-Bäumenheim

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Meine Schulzeit
Erinnerung an meine Schulzeit

erzählt vom ehemaligen Schüler ,,Giggo"

Im September 1954 war unsere Einschulung mit 28 Buben und 39 Mädchen in der neuen Schule  in Asbach. Die ersten vier Jahre waren wir leider von den Mädchen getrennt. Unser Klassenlehrer in der ersten Klasse war Herr Nassl, ein toller Lehrer, der uns aber schon nach der ersten Klasse wieder verließ. Wir hatten gleich im ersten Jahr beim Kinderfest (das ja alle Jahre zum Schulabschluss stattfand) als 7 Schwaben unseren großen Auftritt. Ich durfte den Hasen machen. Die Kinderfeste fanden damals immer noch in der alten Flachshalle beim Sportplatz statt. Dann hatten wir bis zur dritten Schulklasse Fräulein Burkhard. Schnell fand man neue Freunde, und wo sie überall herkamen - aus dem Arbeiterhaus, dem Wiebelhaus, von der Schmutterwiese, aus dem Weiler, vom Meyfried, vom Zipfel, vom Krautgarten, aus Hamlar ...- Asbach-Bäumenheim war doch nicht so klein.
Nach der 4. Klasse verließen uns schon einige, die den Weg aufs Gymnasium gingen. Ab der 5. Klasse mussten wir ins alte Schulhaus bei der Kirche und wurden in eine A- und B-Klasse mit den Mädchen zusammen aufgeteilt. Inzwischen hatte ich schon meinen Spitznamen ,,Biggo oder Giggo" weg und wohnte jetzt in der Donauwörther Straße, ein weiter Weg bis zur alten Schule, den ich immer mit der Bärbel und der Herta ging. In der ,,A" hatten wir es mit Rektor Hitzler zu tun. Im Winter mussten wir erst immer unser Klassenzimmer heizen. Dann hieß es als erstes Singen - ,,Minne, Menne Munne" - und wehe man machte den Mund nicht richtig auf - dann gabs was auf die Ohren, die berühmten Ohrenpfitzer. Aber er konnte unwahrscheinlich spannende Geschichten erzählen (Waldgeschichte). Unser Religionslehrer Pfarrer Dunau war auch nicht ganz ohne. Wenn man da nicht spurte, gabs die berühmten ,,Tatzen" (mit dem Bambusstekken über die Fingerspitzen) das tat höllisch weh. Zu dieser Zeit war das Murmeln oder Schussern angesagt. Ob in der Pause oder nach der Schule, überall war Gelegenheit mit den Tonkugeln oder den begehrten Glaskugeln zu schussern. (gibts das heute überhaupt noch)?

Früher war alles besser ... ein alt bekannter Satz. Wir konnten noch so richtig unbeschwert unsere Jugend genießen, wenn man auch nicht so viele Möglichkeiten wie heute hatte. Da gabs noch kein lästiges Handyklingeln oder SMS getippse - da musste man sich schon in der Schule verabreden, denn die Wege waren weit, und das alles ohne Fahrrad geschweige denn Auto.  Im Winter gings oft mit den Schlittschuhen in die Schule. Zum Baden gings im Sommer entweder in den ,,Hennagumpa" (Schmut-ter) oder in den Eggelseebach. Unsere sportliche Möglichkeiten waren auch arg begrenzt. Es gab zwar einen Fussballplatz, aber auf den durfte man nicht spielen, und so wurde fast überall gespielt, wo eine Wiese oder eine abgelegene Straße war. Turnunterricht gabs von Herrn Heberer in der alten Turnhalle beim Park. Große Anziehungskraft hatte natürlich der Meypark (was verboten war, war schon immer interessant). Wer sich da über den Zaun in den Park traute (die beiden Schäferhunde waren gefürchtet) und womöglich noch mit dem Boot auf der Schmutter fuhr, war schon ein kleiner Held.
Von der alten Schule gings dann ab der 6. Klasse wieder in die neue Schule. Sie war jetzt fertig umgebaut und konnte 12 Klassen aufnehmen. Unsere Klasse war jetzt auch um einiges kleiner, denn viele gingen jetzt in die Real- Handels- oder Mittelschule. So blieben von ehemals 67 Schülern noch 40 übrig. Unser Lehrer für die letzten drei Schuljahre war Herr Konrektor Rößner. Eine kleine Anekdote: Wir hatten Schulschluss und gingen grad den Gang zu viert entlang, als die Klasse von Lehrer Weidisch beim Beten war. Wir beteten draußen laut mit und lachten dabei, das wiederum unser Lehrer Rößner mitbekam. Er holte uns wieder zurück, schob eine Bank heraus und reihum bekam jeder Hosenspanner. Sie taten zwar höllisch weh, als man dann aber den anderen wieder sah, der gerade dran war, musste man schon wieder lachen. Als Religionslehrer hatten wir Kaplan Bruno Scherer. Der hatte es wirklich nicht leicht mit uns.Wir wurden dadurch, dass wir ja jetzt drei Jahre zusammen waren, ein richtig verschworener Haufen. Dann kam die achte Klasse. Jetzt waren wir auf dem Pausenhof die Herren. Sepp, Willi und ich spielten öfter vor dem  Nachmittagsunterricht am Automaten im Gasthof ,,Merz" (solange, bis die ,,alte Merze" wie sie bei uns hieß, uns wieder davonjagte) gespielt, und wehe der Automat spuckte mal wieder umsonst Geld aus, dann kam man auch schon mal zu spät zum Unterricht, was natürlich wieder Hosenspanner nach sich zog. Nachdem wir uns ja in der Klasse so gut verstanden, war auch kein Wunder, dass man schon nach einem Jahr bei der Hedi im Gasthaus Wessinger in Hamlar ein provisorisches erstes Klassentreffen abhielt. Wenn man alle Geschichten erzählen würde, müsste man ja ein Buch schreiben, aber wir wollen uns ja was für unser Klassentreffen aufheben.

In diesem Sinne hoff ich auf ein zahlreiches Erscheinen beim Klassentreffen - euer ,,Biggo, Giggo
 
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